Im Zuge einer geplanten Reise nach Südafrika ergab sich für Torsten König die Möglichkeit, einen zusätzlichen Zwischenstopp in Äthiopien einzulegen. Nach Prüfung der Reisemöglichkeiten wählte er eine Flugverbindung über den internationalen Flughafen von Addis Abeba, die es erlaubte, bis zu 46 Kilogramm zusätzliches Gepäck mitzunehmen. Er stimmte sich mit Johannes Daxbacher ab und nutzte diese Gelegenheit zur Unterstützung des Judosports in Äthiopien.
In der Vorbereitungsphase knüpfte er Kontakte und sammelte Judogi-Spenden. „Der Mangel an Ausrüstung stellt in Äthiopien eines der größten Hindernisse für die Entwicklung des Judosports dar. Judogi sowie Tatami-Matten sind kaum verfügbar und, wenn überhaupt, deutlich teurer als in Europa – teilweise bis zu doppelt so teuer wie in Deutschland“, informiert er und gibt allen Spendern ein Dankeschön für ihre Hilfe.
Am 7. Dezember war es dann soweit und Torsten König kam in Addis Abeba an. Dort wurde er durch ein lokales Organisationsteam herzlichst empfangen. Während des gesamten Aufenthalts stand ein enger Austausch mit den Verantwortlichen vor Ort im Mittelpunkt.

Bereits am frühen Nachmittag des Ankunftstages fand die erste Trainingseinheit statt. „Trotz sprachlicher Barrieren spürte ich das große Interesse und die hohe Motivation der teilnehmenden Judoka sehr deutlich.“ Da alles gut übersetzt wurde, konnte Torsten König die Trainingsinhalte erfolgreich vermitteln.
Über einen Zeitraum von drei Tagen gab es mehrere Trainingseinheiten. Die lokalen Sportlerinnen und Sportler freuten sich über die mitgebrachten Judogi-Spenden, die sofort auch zum Einsatz kamen. Sie sind eine wichtige Unterstützung für die Athleten und den weiteren Aufbau von Judo in Äthiopien.

Ergänzend zu den sportlichen Aktivitäten bestand für Torsten König die Möglichkeit, Addis Abeba sowie Teile der näheren Umgebung kennenzulernen und weitere Einblicke in die lokalen Strukturen des Judosports zu gewinnen.
„Der Zwischenstopp in Äthiopien war äußerst wertvoll und zeigte eindrucksvoll das große Engagement und die Begeisterung für den Judosport unter teils schwierigen Bedingungen. Meine Reise nach Südafrika wurde dadurch um eine nachhaltige sportliche und soziale Komponente erweitert“, zieht er ein Resümee und bedankt sich besonders bei Johannes Daxbacher und den Verbandspräsidenten Dr. Tsegaye Degineh für die Unterstützung in der Vorbereitung sowie Seifu Mekonnen als Trainer, Kämpfer und Organisator vor Ort. Alle haben durch ihre Unterstützung, Koordination und ihr großes persönliches Engagement diesen Aufenthalt und die Umsetzung der Trainingsmaßnahmen möglich gemacht.

Quelle: www.judobund.de (Birgit Arendt/Torsten König)